Sprachschule in Japan

Japanisch lernt man am Besten auf einer Sprachreise in Japan! Neben dem Sprachunterricht besteht die Möglichkeit Japan kennen zu lernen und Leute zu treffen. Um die Zeit sinnvoll zu nutzen, sollten einige Sachen beachtet werden.

Wie läuft der Unterricht an der Sprachschule ab?

Die Angebote der Sprachschulen in Japan sind sehr ähnliche. In den Standardkursen finden ca. 20 Stunden Unterricht in der Woche, also 4 Stunden am Tag statt. Diese dauern je nach Schule 45-50 Minuten. Der Sprachunterricht wird Vormittags von ca. 9-13 Uhr oder Nachmittags von ca. 13-17 Uhr abgehalten. Daneben gibt es verschiedene Japanischkurse mit mehr als 20 Stunden Unterricht in der Woche, in denen Gruppen und Einzelunterricht möglich ist.

Die Sprachschulen bieten auch Kombikurse an, mit Aktivitäten rund um die japanische Kultur (Teezeremonie, Kimono, usw.) und Ausflügen zu Tempeln und andere Sehenswürdigkeiten.

Welcher Sprachkurs ist der richtige?

Das hängt davon ab, wie viel Wochen oder Monate Ihr insgesamt für einen Sprachkurs einplant und was Eure Motivation ist. Wenn Ihr Japanisch als Vorbereitung für Work and Travel lernen wollt, reicht es, sich zunächst ein paar Grundkenntnisse anzueignen. Die ersten Wochen bieten sich zum Eingewöhnen an. Macht Euch vertraut mit dem Leben in Japan, wie und wo man einkauft, wie man die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt, was die Japaner so machen und seid einfach neugierig! Außerhalb vom Unterricht kann man die Stadt erkunden und mit Japaner in Kontakt kommen. Oft vermitteln die Sprachschulen Tandempartner (Sprachpartner), so habt Ihr die Möglichkeit Japanisch zu üben und trefft ein paar Leute, mit denen Ihr etwas unternehmen könnt. Auch könnt Ihr nach weiteren kostenlosen Kursen ausschau halten (siehe weiter unten). Wen Ihr solche Angebot nutzt, reicht ein 20 Stunden Kurs als Grundlage aus. Zwei Monate sollten dabei mindestens eingeplant werden, um ein grundlegendes Verständnis von Japanisch zu bekommen.

Wenn Ihr nur wenig Zeit habt, solltet Ihr überlegen, ob sich ein Sprachkurs lohnt. Japanisch lernt man nicht in ein paar Wochen. Nach einer Woche Sprachkurs kann man nicht Japan erobern, sondern sich lediglich knapp vorstellen, nach dem Weg fragen und vielleicht etwas Essen bestellen. Diese Dinge kann man sich jedoch auch vorher selber beibringen und dann aktiv beim Reisen in Japan üben. Außerdem vergisst man das Bisschen Japanisch schnell wieder, nachdem man zurück gekehrt ist. Wenn Ihr aber nicht auf einen Sprachkurs verzichten wollt, empfiehlt sich z.B. in einer Woche einen Intensivkurs mit 6 Unterrichtsstunden am Tag zu belegen. Dabei bleibt genug Zeit, am Abend noch die Stadt anzugucken und nach der Woche Japan zu bereisen. So kann man z.B. einen Monat gut verbringen.

Wenn Ihr Euch auf ein Studium oder auf das Arbeitsleben vorbereiten wollt, müsst Ihr intensiv Japanisch lernen. Mindestens 6-12 Monate, je nach Lerntempo, Konzentration und Vorkenntnissen, sollten dazu eingeplant werden. Es gibt spezielle Kurse, die solch eine Vorbereitung anbieten. Gerade für längere Aufenthalte ist es ratsam, intensiv nach einer Sprachschule zu suchen. Es gibt viele Schulen für Langzeitaufenthalte, die sehr viel günstiger sind, als für Kurzeitaufenthalte. In diesen Kursen trifft man in der Regel vermehrt andere Asiaten, die sich auf ein Studium (China, Korea, Mongolei, etc) oder eine „Ausbildung“ (Philippinen, Vietnam, Indonesien, etc) vorbereiten.

Unterkunft während des Sprachkurses

Es besteht die Möglichkeit sich von der Sprachschule eine Unterkunft vermitteln zu lassen. Dabei steht meist die Wahl zwischen Einzelunterkunft, Sharehouse oder Gastfamilie. Hier unterscheiden sich die Sprachschulen stark in Ihrem Angebot. Je nach Stadt in der Ihr den Sprachkurs machen wollt, schwanken die Preise stark. So ist Tokyo bedeutend teurer als andere Städte.

Eine weitere Möglichkeit ist, sich die Unterkunft selber zu organisieren. Hier gibt es für kürzere Aufenthalte die Möglichkeit bei Anbietern wie Airbnb oder Homestay.com zu suchen. Wer länger in Japan bleibt, sollte nach Monthly Apartments gucken. Diese werden monatlich vermietet und sind dadurch meist günstiger. Dabei muss unbedingt beachtet werden, dass die Unterkunft nicht zu weit entfernt von der Schule ist, denn täglich mit Bus oder Bahn zu fahren, kann in Japan sehr teuer werden.

Ein paar Tipps zum Japanisch lernen an einer Sprachschule

Verlasst Euch nicht nur auf die Sprachschule. Eine Sprache lernt man nicht, indem man sich in den Unterricht setzt und dem Lehrer zuhört. Eine Sprache muss aktiv gesprochen werden und Ihr müsst motiviert sein! In der Schule werden natürlich viele andere Ausländer sein und es ist einfach, sich mit ihnen anzufreunden. Da es aber unter Ausländern immer einfacher ist Englisch zu sprechen, werdet Ihr kaum die Gelegenheit haben, Euer Japanisch zu benutzen. Besser wäre also, Ihr sucht Euch einen Tandempartner oder guckt, ob es andere Angebote in der Stadt gibt, wo Japaner mit Ausländern in Kontakt kommen wollen. Oft gibt es auch Vereine, die freiwillig Japanisch unterrichten. Viele japanische Studenten, die später Japanisch unterrichten wollen (Japanisch als Fremdsprache), nutzen dort die Möglichkeit zum Üben. Zudem sind die Angebote oft kostenlos oder sehr günstig und alles läuft in ungezwungener Atmosphäre ab, man lernt Leute kennen und es macht viel Spaß.

Wisst, was Ihr lernen wollt. Ihr solltet Euch vorher Gedanken machen, was Ihr lernen und später damit anfangen wollt. Zum Studium an der Uni ist Textarbeit sehr wichtig. Zum Reisen ist es wichtig, viel zu sprechen. Zum Arbeiten müsst Ihr Emails schreiben, telefonieren und Keigo (höfliches Japanisch können). Wenn Ihr ein Ziel habt konzentriert Euch darauf und fragt den Lehrer, ob er vielleicht etwas mehr darauf eingehen kann oder zusätzlich Lernmaterial zur Verfügung stellt.

Es muss nicht immer Tokyo sein. Die meisten Leute haben erstmal Tokyo im Kopf, wenn Sie an Japan denken. Danach kommt oft Kyoto. Beide Städte sind überaus spannend, man kann Japan kennen lernen und viele Sachen erleben. Sie sind aber auch sehr von Touristen überlaufen und gerade Tokyo ist sehr teuer. Eine Unterkunft in Tokyo kostet schnell das doppelte. Es gibt viele schöne Orte in Japan und wenn Ihr nicht grade der allerneusten japanischen Popkultur verfallen sein, dann lohnt es sich, in andere Städte zu schauen. Außerdem könnt Ihr dann auch von etwas anderem erzählen, als all die Leute, die in Tokyo waren. Das Geld was Ihr spart, wenn Ihr nicht in Tokyo auf eine Sprachschule geht, könnt Ihr in die Verlängerung des Sprachkurses investieren!

Ihr benötigt auch noch außerhalb der Sprachschule Geld. Auch wenn es eigentlich klar sein sollte, Ihr müsst für Verpflegung, Reisen, ggf. Unterkunft, Transportmittel (Bus/Bahn kann in Japan sehr teuer sein, vielleicht könnt Ihr Euch ein Rad besorgen und damit zur Schule fahren) noch weiteres Geld, sodass Ihr unbedingt noch mehr einplanen solltet.

Organisation einer Sprachschule in Japan

Wie fangt Ihr am Besten an? Um die richtige Schule zu finden, solltet Ihr folgendes bereits entschieden haben: Welche Stadt? Wie lange? Wie viel Wochenstunden? Welche Unterkunft?

Prinzipiell git es zwei Möglichkeiten: Entweder Ihr sucht Euch erst die Stadt aus oder Ihr sucht eine Schule auf die Ihr gehen wollt. Letzteres macht Sinn, wenn Ihr zum Beispiel einen besonderen Kurs besuchen (Sommerkurse, Kulturkurse) oder ein Praktikum machen wollt. Auf Languagecourse.net könnt Ihr Euch einen ersten Überblick verschaffen, wo es Sprachschulen gibt und welche Kurse angeboten werden. Lest Euch auch die Bewertungen durch. Ihr könnt zusätzlich auf den Internetseiten der Sprachschulen schauen, um ein paar Eindrücke zu bekommen. Die Sprachschulen bieten verschiedenen Unterkünfte an: Sharehouse, Einzelzimmer, Hotel oder Gastfamilie. Dabei vermittelt nicht jede Schule eine Gastfamilie. Wenn Ihr also unbedingt in eine Gastfamilie wollt, müsst Ihr schauen, welche Sprachschule dies anbietet. Auf Languagecourse.net könnt Ihr bei der Suche, direkt einstellen, welche Kursart und Unterkunft Ihr möchtet und Euch den Preis ausrechnen lassen.

Wie lange wollt Ihr bleiben? Ihr könnt bis zu 90 Tage ohne Visum in Japan bleiben und einen Sprachkurs besuchen oder reisen. Wenn Ihr länger bleiben oder arbeiten wollt, müsst Ihr ein Working Holiday Visum (Work and Travel) beantragen.

Wo wollt Ihr wohnen? Sharehouse, Einzel-Appartment, Gastfamilie.. alles hat seine Vor- und Nachteile. Überlegt Euch gut was für Euch das beste ist. Es ist auch möglich die Unterkünfte zu kombinieren: Erst 4 Wochen in einer Gastfamilie und dann z.B. in die eigene Wohnung. Diese kann man sich auch vor Ort mit Hilfe der Schule vermitteln lassen.

Es besteht auch die Möglichkeit über den deutschen Anbieter GLS einen Sprachkurs in Japan zu belegen. Auch hier kann man zwischen Homestay, WG oder Einzelunterkunft wählen. Der Vorteil besteht darin, einen Ansprechpartner für Fragen und Probleme hier vor Ort zu haben. Die Auswahl ist jedoch insgesamt kleiner.

Informiert Euch vor dem Buchen der Sprachschule über Flüge. Bei Flügen könnt Ihr viel Geld sparen, wenn Ihr ein wenig flexibel seid. Die Sprachschulen haben zwar oft feste Termine, wann die Kurse starten, jedoch kann man den Flug immer um ein paar Tage schieben. Anderseits solltet Ihr nicht 5 Monate vorher einen Flug buchen, dass wäre etwas voreilig.

Schreibe einen Kommentar